Bezahlkarte: Stigmatisierung und Bevormundung von Menschen mit Fluchtgeschichte
Wie aus dem Artikel der NRZ vom 30.10.2025 hervorgeht wurde in der letzten Sitzung des geschiedenen Gemeinderats die Bezahlkarte durch CDU, EBH, FDP sowie SPD (mit zwei Stimmen) durchgesetzt. Die Linke Voerde/Hünxe sieht hier eine unsoziale und stigmatisierende Entscheidung. „Die Bezahlkarte wurde durch Die Linke bereits in jeglichen Räten abgelehnt. Die Sparkasse kündigt an, die Barscheck-Auszahlung einzustellen. Das angekündigte Gespräch zwischen Sparkasse und dem ehemaligen Bürgermeister ist nicht zustande gekommen. Es ist Unsinn, dass die Angelegenheit ohne Aussprache diskutiert wird.“, so Laetitia Knüfer, Ortsverbandssprecherin des Ortsverbandes Die Linke Voerde/Hünxe.
Zahlreiche Organisationen, die sich für die Belange von Menschen mit Fluchtgeschichte einsetzen und sich für Integration engagieren, haben bundesweit die stigmatisierende Wirkung der Bezahlkarte kritisiert. Sie bevormundet die Lebensführung, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und erschwert so nicht zuletzt auch die Integrationsarbeit.
Menschen, die zu einer Bezahlkarte gezwungen werden, können in der Folge lediglich in ausgewählten Geschäften einkaufen gehen. Es entfallen Einkäufe auf Flohmärkten, Online-Shopping und Einkäufe in preisgünstigen Geschäften in großen Städten. „Dass die Bezahlkarte im Gemeinderat trotz der einhergehenden Schwierigkeiten so viel Zustimmung gefunden hat, zeigt, dass die Gemeinde Hünxe es so allen schwieriger machen will, die geflüchtet sind und hier Schutz suchen. Diesen Umstand kritisieren wir auf das Schärfste und werden uns weiterhin für gleiche Rechte und soziale Sicherheit für alle Menschen einsetzen“, so Knüfer abschließend.
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