Schutz vor häuslicher Gewalt: Linke erwartet nun konkrete Schritte
Frauen und Kinder brauchen verlässlichen Schutz vor häuslicher Gewalt. Die Plätze der Frauenhäuser im Kreis Wesel reichen für den tatsächlichen Bedarf nicht aus. Wie aus der Anfrage der Linken hervorging, wurden im Jahr 2025 351 Frauen aus Platzmangel in Frauenhäusern abgewiesen. Für den Kreis somit ein bekanntes Problem. Aus diesem Grund beantragte die Linke im Kreistag Wesel ein Konzept für den Ausbau von Schutzplätzen.
Der Kreistag hat den Antrag in der Sitzung vom vergangenen Donnerstag nun geschoben. Die Fraktion sieht darin ein Signal für eine grundsätzliche Handlungsbereitschaft seitens der anderen Parteien. Gewalt gegen Frauen ist ein gesellschaftliches Problem, dem auch auf kommunaler Ebene entgegengearbeitet werden muss.
Laetitia Knüfer, stv. Fraktionsvorsitzende, bezieht dazu Stellung: „Der Schutz vor Gewalt ist keine freiwillige Leistung! Die aktuelle Handhabung führt zu weiteren Abweisungen von Frauen in Not. Auch wenn die Schiebung des Antrags ein fatales Signal für Betroffene darstellt, freuen wir uns, dass die anderen Fraktionen den grundsätzlichen Handlungsbedarf offenbar anerkennen. Wir sind gesprächsbereit.“
Die Fraktionen von SPD, CDU und Grünen sind jetzt dazu aufgerufen auf die bestehenden Defizite zu reagieren und entsprechend Anpassungen am Antrag der Fraktion zu diskutieren oder eigene Vorschläge zu unterbreiten um die vorhandenen Sicherheitsstrukturen bedarfsgerecht ausbauen!
