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Honorarkürzungen in der Psychotherapie treffen auch den Kreis Wesel

Die Linke im Kreistag Wesel

Die Fraktion Die Linke im Kreistag Wesel fordert die Rücknahme der bundesweit beschlossenen Honorarkürzungen für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. Mit einer Resolution für die Kreistagssitzung am 9. Juli fordert die Fraktion den Kreis Wesel auf, gegenüber dem Bundesgesundheitsministerium und den zuständigen Akteuren deutlich Stellung zu beziehen.

Zum 1. April 2026 wurde die Vergütung vieler psychotherapeutischer Leistungen abgesenkt. „Die Entscheidung ist widersinnig. Menschen warten vielerorts monatelang auf einen Therapieplatz. Die Versorgung reicht schon heute nicht aus. Ausgerechnet in dieser Situation werden die Honorare gekürzt“, erklärt Sascha H. Wagner für die Fraktion. 

Besonders betroffen sind gesetzlich Versicherte, Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit geringem Einkommen. Gleichzeitig werden die Auswirkungen mangelnder Versorgung auf kommunaler Ebene spürbar. Sozialdienste, Suchthilfe, Wohnungslosenhilfe, Jobcenter, Krisenangebote und weitere Unterstützungsstrukturen fangen bereits heute die Folgen unzureichender Versorgung auf.

„Eine gute psychotherapeutische Versorgung ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Wer feststellt, dass zu wenig Versorgung vorhanden ist, muss Anreize schaffen, mehr Versorgung zu ermöglichen. Stattdessen wird gekürzt. Das ist gesundheitspolitisch nicht nachvollziehbar“, erklärt Sascha H. Wagner abschließend.

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