Freizeitzentrum Xanten erhalten – die Linke fordert vom Kreis Perspektiven statt Rückzug
Die Fraktion Die Linke im Kreistag Wesel zeigt sich besorgt über die Zukunft des Freizeitzentrums Xanten. Zwar hat der Kreistag in seiner gestrigen Sitzung zusätzliche Mittel in Höhe von 300.000 Euro bereitgestellt, gleichzeitig verfolgt die Kreisverwaltung jedoch das Ziel, sich perspektivisch vollständig aus der Finanzierung zurückzuziehen.
Dazu erklärt Laetitia Knüfer, Kreistagsmitglied für Die Linke im Kreistag Wesel: „Wenn der Kreis versucht, seine eigenen finanziellen Probleme auf Kommunen abzuwälzen, verschärft das die Lage vor Ort nur weiter. Was hier passiert ist, dass man die Probleme des Kreises nach unten durch reicht.“
Das Freizeitzentrum hat in der Vergangenheit mehrfach nur knapp finanzielle Engpässe überstanden. Für die Fraktion ist klar: Eine dauerhafte Sicherung kann es nur mit einer verlässlichen Finanzierung durch alle bisherigen Träger geben. Der geplante Rückzug des Kreises steht dem entgegen und stellt auch die Beschäftigten vor weitere Unsicherheiten.
Die Fraktion sieht in der aktuellen Entwicklung ein Warnsignal für zukünftige Haushaltsentscheidungen im Kreis und in den Kommunen. Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge drohen zunehmend Sparzwängen zum Opfer zu fallen. „Die Bürgerinnen und Bürger brauchen Orte, an denen sie sich erholen können, an denen sich Vereine treffen und Gemeinschaft organisiert wird. Das Freizeitzentrum Xanten ist ein solcher Ort und muss es bleiben“, erklärt Knüfer abschließend.
Die Linke im Kreistag Wesel fordert den dauerhaften Verbleib des Kreises in der Finanzierung des Freizeitzentrums, ein tragfähiges und langfristig abgesichertes Finanzierungskonzept gemeinsam mit allen Trägern sowie eine klare Absage an Kürzungen im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge.
