Erneuter Angriff auf LINKSR(A)UM! in Dinslaken – Wir lassen uns nicht einschüchtern
In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat erneut eine vermummte Person versucht, die Geschäftsstelle der Linken und das Wahlkreisbüro des Bundestagsabgeordneten Sascha H. Wagner im Dinslakener LINKSR(A)UM! zu beschädigen. Dabei setzte die Person einen Straßenpfosten gegen das Gebäude ein.
Bereits in der Nacht vom 21. auf den 22. August war das Linke-Zentrum angegriffen worden. Damals wurde eine Schaufensterscheibe im vorderen Cafébereich mit einem Pflasterstein eingeworfen und das Gebäude mit Graffiti beschmiert. Der Staatsschutz nahm daraufhin Ermittlungen auf. Nun folgt innerhalb weniger Wochen ein weiterer Angriff auf dieselben Räumlichkeiten.
Dazu erklärt Sascha H. Wagner, Bundestagsabgeordneter und Kreissprecher der Linken im Kreis Wesel:
„Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen wird versucht, unser Büro mit massiver Gewalt zu beschädigen. Das ist kein dummer Jungenstreich und keine gewöhnliche Sachbeschädigung. Wenn eine vermummte Person nachts mit einem Straßenpfosten auf die Geschäftsstelle einer demokratischen Partei losgeht, ist das ein gezielter Einschüchterungsversuch.
Wir überlassen den Ermittlungsbehörden die Feststellung, wer hinter dieser Tat steht und welches konkrete Motiv sie hatte. Der politische Zusammenhang darf dennoch nicht ausgeblendet werden. Die Angriffe richten sich gegen Räume, in denen demokratische Arbeit stattfindet, Menschen Unterstützung erhalten und Initiativen aus der Stadtgesellschaft zusammenkommen.
Wer uns einschüchtern oder aus der Dinslakener Innenstadt vertreiben will, wird damit keinen Erfolg haben. Wir bleiben sichtbar, ansprechbar und unbequem. Wir werden unsere politische Arbeit, unsere Beratungsangebote und unsere Veranstaltungen im LINKSR(A)UM! fortsetzen. Gerade jetzt gilt: Wir machen die Türen nicht zu, sondern bauen unsere Arbeit für Solidarität, soziale Gerechtigkeit und eine Gesellschaft ohne Hass weiter aus.
Gleichzeitig erwarten wir, dass dieser erneute Vorfall ernst genommen und umfassend aufgeklärt wird. Nach zwei Angriffen in kurzer Zeit muss auch geprüft werden, ob ein Zusammenhang zwischen den Taten besteht und wie demokratische Einrichtungen vor weiteren Übergriffen geschützt werden können.
Unsere Solidarität gilt allen Genossinnen und Genossen, Beschäftigten, Ehrenamtlichen und Gästen, die den LINKSR(A)UM! jeden Tag mit Leben füllen. Der Angriff trifft uns alle – aber er macht uns nicht leiser. Im Gegenteil: Wir stehen zusammen. Gegen Einschüchterung, gegen Gewalt und gegen jeden Versuch, demokratisches Engagement mundtot zu machen.“
Die Linke bittet Personen, die in der betreffenden Nacht im Bereich der Neustraße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, ihre Hinweise unmittelbar an die Polizei weiterzugeben.
