Arbeitsbelastung in der Kreisverwaltung ernst nehmen – Die Linke fordert Transparenz und Entlastung
Die Arbeitsbelastungen für Beschäftigte nehmen seit Jahren spürbar zu. Arbeitsverdichtung, demographischer Wandel und Fachkräftemangel machen auch vor der Kreisverwaltung Wesel nicht halt. Steigende Krankenstände, Überstunden und Überlastungsanzeigen sind deutliche Warnsignale, die nicht ignoriert werden dürfen.
Die Linke im Kreistag Wesel hat daher gleich zwei Anfragen für den Ausschuss Digitalisierung und Verwaltung eingebracht. Ziel ist es, Transparenz über die tatsächliche Belastungssituation der Beschäftigten zu schaffen und politische Konsequenzen für bessere Arbeitsbedingungen einzuleiten. „Nur wenn Belastungen sichtbar gemacht werden, kann man ihnen auch wirksam begegnen“, so Klaus Winter, Kreistagsmitglied der Linken im Kreistag Wesel.
Mit der ersten Anfrage will Die Linke offenlegen, wie sich Krankenstände, Überstunden und Überlastungsanzeigen in den einzelnen Fachbereichen in den Jahren 2021 bis 2025 entwickelt haben. Gleichzeitig wird nach konkreten Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, zum Abbau von Überstunden und nach möglichen personellen Unterbesetzungen gefragt. Zudem will Die Linke wissen, wie die gesetzlich vorgeschriebene psychische Gefährdungsbeurteilung in der Kreisverwaltung erfasst und umgesetzt wird. Die Anfrage zielt darauf ab zu klären, ob und wie diese Gefährdungsbeurteilungen durchgeführt wurden, welche Maßnahmen daraus entstanden sind und ob deren Wirksamkeit überprüft wird.
„Gute öffentliche Dienstleistungen gibt es nur mit guten Arbeitsbedingungen“, betont Winter. Im Interesse der Beschäftigten und der Bürger*innen müsse frühzeitig gegengesteuert werden, um Überforderung, langfristige Ausfälle und Qualitätsverluste zu verhindern.


