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DIE LINKE. Fraktion im Kreistag Wesel

88,39%-Die Zahl des Monats April

DIE LINKE. im Kreistag Wesel hat im Laufe des vergangenen Jahres die Bürger*innen im Kreis Wesel zu verschiedenen Themen, von öffentlichem Interesse befragt. Im Zuge der anhaltenden Entfremdung der Bevölkerung zur ihren Repräsentanten, der zunehmenden politischen Verdrossenheit und der sich immer weiter spaltenden Gesellschaft zwischen arm und reich, ist es der LINKEN im Kreistag Wesel ein selbstverständliches Anliegen, die Sorgen und Nöte der Bürger*innen aufzufangen und in das tagespolitische Geschehen im Kreis einfließen zu lassen. Insgesamt haben an der kreisweiten Online-Umfrage 446 Personen teilgenommen.

Für viele Bürger und Bürgerinnen gilt das kulturelle Angebot im Kreis Wesel als wichtiges Identifikationsmerkmal. Weiter wird dem kulturellen Angebot eine selbstverständlich hohe Bedeutung für den Tourismus in der Region zugeschrieben. Doch anstatt sich der Stimme der Bürger und Bürgerinnen anzunehmen, wurden im Kreis Wesel vermehrt Streichungen im Kulturbereich vorgenommen. Im Angesicht dieser Streichungsmaßnahmen stimmten 68,34% der Befragten der Aussage: „Das kulturelle Angebot im Kreis Wesel sollte meiner Meinung nach erhalten, ausgebaut und gefördert werden.“, voll und ganz zu. 20,05% der Befragten gaben an, der Aussage teilweise zu zustimmen. Somit widersprechen insgesamt 88,39% der Bürger*innen der Kürzungspolitik im kulturellen Bereich durch die amtierenden Kreistags-Koalitionäre.

DIE LINKE. im Kreistag Wesel sagt dazu:

Freier Zugang zur Kunst und Kultur             

Wie überall im Land, driftet auch im Kreis Wesel die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander. Unter diesen Bedingungen will DIE LINKE. am Anspruch „Kultur für alle“ festhalten. Kulturelle Selbstverwirklichung und Teilhabe an Kultur dürfen nicht Vorrecht, sondern sollten Möglichkeit für alle sein. Angesichts zunehmender sozialer Ausgrenzung und einer wachsenden Zahl von Menschen, die in Armut leben, wird die Forderung nach uneingeschränkter kultureller Teilhabe immer wichtiger. Die Lebenschancen einer und eines jeden hängen heute vom freien Zugang zu Informationen und Wissen ebenso ab wie von der Möglichkeit, sich zu bilden und mit Künsten und Medien umzugehen. Für kulturelle Teilhabe zu streiten ist deshalb Teil unseres sozialen Engagements.

Kunst und Kultur in einer vielseitigen und modernen Gesellschaft

Die Zuwanderung von Personen aus dem Ausland hat auch den Kreis Wesel zu einem bunten und vielfältigen Ort der Begegnung geformt. Angesichts des gesellschaftlichen und auch kulturellen

Zusammenkommens, wollen wir den Dialog der Kulturen fördern und vielfaltige Möglichkeiten der Begegnung und des Austausches schaffen. Kulturelle Vielfalt muss auf „Augenhöhe“ miteinander stattfinden. Kunst stellt einen wichtigen Beitrag zur Verständigung unterschiedlicher Kulturen dar. Deshalb wollen wir eine stärkere Einbeziehung der Künstlerinnen und Künstler aus allen Nationen, die in unserer Mitte leben.

Kunst, Kultur und Bildung

Kulturelle Bildung findet nicht nur an Schulen statt, sondern auch in Theatern, Kunst- und Musikschulen, Medienwerkstatten, Bibliotheken oder Museen, Kulturhäusern und soziokulturellen Zentren. Kulturelle Einrichtungen und Initiativen sind damit nicht nur Kulturanbieter, sondern auch Lernorte für Demokratie, Dialog und die Entfaltung von Kreativität und sozialer Kompetenz. Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, benötigen die kulturellen Einrichtungen dringend mehr Personal für die pädagogische Arbeit. Die Kapazitätenfür die kulturpädagogische Arbeit gilt es deutlich zu erhöhen.

Keine Ökonomisierung der Kultur im Kreis

Der Kreis Wesel bietet ein breites Angebot an Kunst und Kultur. Dies gilt es nicht nur zu erhalten, sondern weiter auszubauen. Denn die Zukunftsaufgaben der Gesellschaft stellen die Kunst und Kultur -von der sogenannten „Hochkultur“ bis zum kleinen Kulturhäusern in den Städten und Kommunen- vor neue Herausforderungen. Die Bewältigung des demographischen Wandels, die Integration von Migrant*innen und Geflüchteten oder die Entwicklung der Industrie 4.0 sind Aufgaben, denen sich auch die Kultur stellen muss. In der zunehmenden Unterwerfung von Kultur unter ökonomische Zwänge sehen wir eine substanzgefährdende Entwicklung.

Wir lehnen es ab, Kunst und Kultur unter diesen ökonomischen Legitimationsdruck zu setzen. Wir stehen für eine ausreichende öffentliche Förderung und eine langfristige Sicherung für die Gesamtheit der kulturellen und künstlerischen Bereiche.

Beispiel Burghofbühne Dinslaken

CDU, Grüne und FDP im Kreistag Wesel wollen der Burghofbühne Dinslaken weiter ans Geld. DIE LINKE. möchte die Kultur im Kreis Wesel hingegen stärken. Auf die für 2019 und 2020 geplanten weiteren Kürzungen von insgesamt 30.000 Euro soll verzichtet werden und die Fördersituation von 2015 wieder hergestellt werden. Seinerzeit erhielt die Burghofbühne Dinslaken noch 100.000 Euro mehr aus Kreismitteln als nun geplant.

Gerade in Zeiten der Unkultur, in Zeiten des Anwachsens von Ressentiments und Hasses, brauchen wir eine aktive Kulturszene im Kreis Wesel. Es reicht nicht, ‚gegen rechts‘ zu sein, man muss sich auch zu kulturellen Errungenschaften bekennen.