DLB: Hoher Krankenstand, steigende Kosten – Die Linke fordert Transparenz und wirtschaftliche Bewertung
Die Linksfraktion im Rheinberger Stadtrat zeigt sich besorgt über die in aktuellen Presseberichten beschriebenen Entwicklungen beim Dienstleistungsbetrieb (DLB). Dort ist von einem Verlust von mehr als 600.000 Euro die Rede, von einem außergewöhnlich hohen Krankenstand und erheblichen Einnahmeausfällen. Gleichzeitig verzichtet der DLB aufgrund der angespannten Haushaltslage auf die Einstellung von zwölf Gärtnerhelfer:innen.
„Wir erkennen an, dass die finanzielle Lage der Stadt den geplanten Personalaufbau derzeit nicht zulässt“, erklärt Fraktionsvorsitzende Manuela Cengiz Bechert. „Dennoch stellt sich die Frage nach der wirtschaftlichen Tragfähigkeit der DLB-Struktur, wenn Personalausfälle dieser Größenordnung zu erheblichen Leistungsausfällen führen.“
Besonders kritisch sieht die Fraktion, dass laut Pressebericht eine präzise „Erfüllungsquote“ der durchgeführten Arbeiten erst nach einem weiteren Digitalisierungsschritt möglich sein soll. „Transparenz ist keine Zusatzoption, sondern Voraussetzung für wirtschaftliches Arbeiten“, so Cengiz Bechert. „Wenn der DLB nicht dokumentiert, was er leistet, zahlt die Stadt am Ende für Lücken statt Leistung.“
Vor diesem Hintergrund hat die Linksfraktion für die Ratssitzung am 11.12.2025 eine Anfrage zur wirtschaftlichen Steuerung und Personalplanung beim DLB gestellt. Die Fraktion will wissen, welche konkreten Schritte unternommen werden, um den hohen Krankenstand nachhaltig zu senken, welche Aufgaben die gestrichenen zwölf Stellen eigentlich übernehmen sollten und welche Pflege- und Unterhaltungsarbeiten an den städtischen Grünflächen nun reduziert, verschoben oder gar nicht mehr durchgeführt werden.
Zudem verlangt Die Linke Klarheit darüber, wie hoch das vom Betriebsausschuss für 2026 beschlossene Gesamtbudget für die Grünpflege ist, wie sich dieses Budget auf Pauschalen, Lohnerhöhungen, Baumschnitt und andere Positionen verteilt und wie die Stadt künftig mithilfe einer verbesserten, möglichst digitalisierten Leistungserfassung nachvollziehen kann, welche Arbeiten tatsächlich erbracht und abgerechnet werden.
„Die Linke setzt sich dafür ein, dass die Stadt trotz knapper Mittel effizient und verlässlich arbeitet“, betont Cengiz Bechert. „Dazu gehört, wirtschaftliche Strukturen zu überprüfen, Transparenz sicherzustellen und öffentliche Mittel verantwortungsvoll einzusetzen.“

