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DIE LINKE. Fraktion im Kreistag Wesel

Die CDU und die Pflege - Außer Beifall klatschen nichts gewesen

Die CDU im Kreistag Wesel hat erneut einen Änderungsantrag für die Einführung eines verkürzten Ausbildungsganges für Pflegeassistent*innen eingebracht. Bereits im Februar und März hatten die Christdemokraten erste Vorstöße zur Zerstückelung der professionellen Pflege unternommen. Schon vor Corona waren diese Vorschläge eine Zumutung. Nachdem die erste Welle der Pandemie überstanden ist, zeigt die CDU heute, dass sie sich zu keiner Zeit mit den Bedürfnissen der beklatschen Beschäftigten, der Patient*innen und deren Angehörigen auseinandergesetzt hat.

Sascha H. Wagner, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Kreistag Wesel erklärt: „Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie fahrlässig die marktwirtschaftliche Betrachtungsweise der professionellen Pflege ist. Die Kreistags-CDU hingegen zeigt erneut ihre fachpolitische Inkompetenz und einen Mangel an Lernbereitschaft, wenn sie immer noch von Wettbewerbsvorteilen für den Kreis Wesel durch die Einführung des Assistenzberufes spricht. Wettbewerb hat nichts in der Pflege zu suchen!“

Die Linksfraktion im Kreistag Wesel appelliert, sich gegenüber der rein marktwirtschaftlichen Herangehensweise der Christdemokraten zu verschließen und aktiv daran mitzuarbeiten, die Versorgungstrukturen nachhaltig zu verbessern. Roman Reisch, für DIE LINKE im Gesundheitsausschuss des Kreises hierzu: „Für ein qualitativ hochwertiges Ausbildungsangebot, sind dringende Investitionen für eine kostenfreie Ausbildung und anschließender besserer Bezahlung erforderlich. Nur so können die dringend benötigten Nachwuchskräfte gewonnen und ein würdevolles Verhältnisses von qualifizierter Pflegekraft zu Patient (Pflegeschlüssel) erreicht werden. Während die angekündigte symbolpolitische Einmalzahlung für Altenpfleger*innen derzeit am Widerstand des CDU-Bundesgesundheitsministers scheitert, kann die Kreistags-CDU, wie selbst angekündigt, als Vorbild vorangehen und sich unserer Forderung nach flächendeckenden Tarifverträgen in der Altenpflege anschließen. Der CDU-Antrag für die rein ideologisch begründete Entmenschlichung der professionellen Pflege wird von der Linksfraktion hingegen nicht mitgetragen.“