26. August 2010 DIE LINKE. Gruppe im Kreistag Wesel

Geschockt von Asylheim

Lintfort: Bei einem Besuch des Asylwohnheims in der Friedrichstraße 102-104 in Kamp-Linfort
gab es erschreckende Fakten zu sehen.
Am Ende der Friedenstraße in Kamp-Linfort, direkt am Waldrand, stehen vier
Wohneinheiten, ein großes Grundstück umgibt die Gebäude.
Jedes Gebäude besteht aus jeweils zwei Etagen. Durch Eisentreppen erreicht man die
Wohnungen die jeweils aus 3 Zimmern, 1 Küche, Bad und WC bestehen. Die Zimmer sind
klein und ungepflegt, jede Wohnung wird entweder durch eine Familie oder jeweils 3
Personen belegt,an den Fenstern hängen kaum Gardinen.
Hier sollen sich Menschen aufhalten, die auf Anerkennung ihres Asylantrages warten oder
auf eine Aufenthaltsgenehmigung.
Als wir uns mit einem Herrn unterhalten, erzählt er uns, dass er selbst seit Jahren dort wohnt,
eine Genehmigung, sich eine Wohnung zu nehmen werde immer wieder abgelehnt, sein
Antrag auf Asyl sei immer noch nicht entschieden. Weiter erzählt er, dass die Zimmer kaum
belegt seien und die wenigen, die belegt sind, werden kaum genutzt . Er erzählt, die Bewohner
hätten Ihre Meldeadresse hier, um 14 Uhr sei Postausgabe, wer nicht da ist, ruft eben mal
an.Besuch kann bis um 22 Uhr bleiben, eine Anwesenheit der Bewohner werde nicht
kontrolliert.
Er selbst verstehe nicht, dass jeder aufgenommen werde, dass nicht nachgesehen werde,
warum die Menschen aus ihrer Heimat gekommen seien und welcher Hintergrund besteht.
Hier kommt die Frage auf, wie bemüht sind unsere Ämter einen Ausgleich
zu finden? Wonach wird entschieden? Warum müssen viele Menschen dort Jahre lang
warten, bis über die Anerkennung als Asylbewerber entschieden werde? Warum wird nicht
sorgfältig aber auch zügig geprüft?
Die Gruppe DIE LINKE im Kreistag Wesel fordert ein menschenwürdiges Leben für
Asylsuchende, eine bessere Lebensqualität sowie sorgfältiges und zeitnahes
Verwaltungshandeln