Laut der Rheinischen Post vom 16.09.2009 ließ die Bahn AG bei Anwohnern der Bestandsstrecke Erschütterungen messen. Somit, so folgert die der CDU nahe stehende Zeitung, sei die Alternative entlang der A3 erledigt. Ganz so wie es die Vertreter der etablierten Parteien, die übrigens auch noch in der Initiative “Betuwe - so nicht“ vertreten sind, wünschen bzw. akzeptieren.
Dies alles, so die Rheinische Post, deute darauf hin, dass die Bahn mit Riesenschritten auf das Planfeststellungsverfahren gegen Jahresende zugeht.
Und nun die Frage, warum die Bahn AG diese Messungen durchführt. Einerseits soll die Tragfähigkeit des Bodens für die geplante Baumaßnahme ermittelt werden, Andererseits wurde jedoch auch auf Privatgelände ermittelt welche Erschütterungen schon heute vorhanden sind. Bei rund 30 Anwohnern in der Feldmark, so meldete die RP, habe sich die Bahn AG mit dem Argument eingeschmeichelt, dass diese Messungen auch den Anwohnern dienen.
Wenn das nicht so traurig wäre, könnte man nur noch lachen.
-1- Wo und wann werden die Daten veröffentlicht?
-2- Inwiefern nutzen diese Messdaten den Anwohnern? Ist es nicht eher so, dass den Häusern je nach Messergebnis, schon Vorschäden attestiert werden? Somit können eventuell entstehende Risse in den Hauswänden diesen Vorschäden angelastet werden. Jeder einigermaßen geschickte Anwalt (und die Bahn AG beschäftigt Horden davon) wird bei Schäden an Ihren Häusern auf die vorher schon vorhandenen Erschütterungen hinweisen und somit feststellen, dass ein 100 %iger Schadensersatz nicht geleistet werden muss.
-3- Die Messungen welche im Moment durchgeführt werden, entsprechen nicht den wirklichen Gegebenheiten. Die Anzahl der Züge wird seit Jahren erhöht und hat den Höhepunkt fast erreicht, das heißt, dass auf den bestehenden zwei Gleisen durch sog. Blockverdichtung die Signale so geschaltet werden, dass eine viel größere Anzahl von Zügen die Strecken befahren können, als sie jemals vorgesehen war. Also geben die jetzt durchgeführten Messungen die Erschütterungen an, wie sie schon jetzt, bei dem stark erhöhten Verkehrsaufkommen anfallen. Die sog. Nullmessung ist somit irrelevant.
Und Herr Klein-Hitpaß vom Planungsamt wird dahingehend zitiert, dass die Messungen ausschließlich dem Wohl der Anwohner dienen und im Schadensfall die Ansprüche besser begründet werden können.
Kommen wir nun zu weiteren Aussagen, die in der RP veröffentlicht wurden.
Herr Bork, Sprecher der Weseler Initiative “Betuwe – so nicht“: „Beerdigen könne man das Projekt einer siedlungsfernen neuen Strecke entlang der A3“. Weiterhin, so Bork, untermauere die gutachterliche Tätigkeit dass die Bahn unter Volldampf auf die Planfeststellung zum Ausbau der Bestandsstrecke zufahre. Nach der Wahl werde der Zug schon rollen. Nanu; hört man da ein gewisses Maß an Zufriedenheit? Gehen da Wünsche in Erfüllung? Und wenn ja, wessen Wünsche sind das? Sicherlich nicht die der direkten Anrheiner.
Und weiterhin so Zitat: „Seine Initiative habe die Sicherheit immer im Blick gehabt“. Schön, aber warum hat seine Initiative fast 17 Jahre dazu geschwiegen. Erst die IG BISS und die Partei DIE LINKE. haben auf diesen Sachverhalt hingewiesen. Der Verfasser dieser Zeilen war dabei, als die Initiative “Betuwe – so nicht“ nach Aussage ihres Vorsitzenden Prof. Dr. Harten, erstmalig von der Gefährdung durch den Transport gefährlicher Güter, erfuhr. Dieses geschah Anfang 2009 bei einer Veranstaltung der Initiative im Kaiserhof durch Herrn Jansen und seine Mitstreiter der IG BISS.
Wir stellen fest, das die Lügen und Vernebelungsaktionen weiter gehen.
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